Der Podcast zum Thema
Der Mann von Hörerin Agnes war erst 54 Jahre alt, als er die Diagnose «Demenz» erhielt. Da sie damals drei kleine Kinder hatten und er beruflich sehr aktiv war, ging sie eher von einem Burn-out, denn dieser Erkrankung aus. Das, obwohl es in der Verwandtschaft aussergewöhnlich viele Demenzbetroffene gibt. Sie erzählt, wie sie in der Familie damit umgehen und wieso ein Gentest für sie nicht in Frage kommt.
Im anschliessenden Gespräch erklärt Kristine Ewert, wann Tests sinnvoll sein können und wie diese erstellt werden. Sie ist leitende Ärztin am Felix-Platter-Spital in Basel und Fachärztin für Neurologie sowie für Psychiatrie und Psychotherapie mit Schwerpunkt Alterspsychiatrie.
Demenz ist nur äusserst selten vererbbar, vor allem auch selten, wenn sie bei älteren Menschen auftritt. Bei Alzheimer liegt die Wahrscheinlichkeit einer monogetnetischen Vererbung bei rund 1%. Bei der frontotemporalen Demenz zwischen 30 und 50%, jedoch ist diese Variante auch seltener.
Ewert erklärt, welche weiteren Risikofaktoren es gibt und dass man selbst bei erblicher Belastung einiges tun kann, um das Risiko einer Erkrankung zu minimieren.